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Neue Lüftungs- und Absauganlage verbessern Energiebilanz

Unser Unternehmen die Pharmadrucker ist nach der ISO 14001 zertifiziert. Als Spezialist für Beipackzettel, Etiketten, Faltschachteln und Booklets sind wir daher ständig auf dem Weg, unsere Prozesse zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten.

300.000 Euro für mehr Nachhaltigkeit: die neue Absauganlage spart Energie

Der Papierabfall wird zu 99,95% recycelt. Von den vollautomatisierten Verarbeitungsmaschinen wird der Papierabfall per Vakuum direkt von der Linie in einen Abfallcontainer gesaugt. Lediglich der in den Filtern gesammelte Papierstaub ging bisher in den Müll. Bedingt durch das starke Wachstum der letzten Jahre wurde die alte Anlage durch eine leistungsfähigere ersetzt.

Die Lüftungsanlage für die Produktionshalle stammt im Kern aus dem Jahr 1974. Obwohl noch voll funktionsfähig, war die Energiebilanz dieses Systems nicht mehr zeitgemäß.

Die Herausforderung: Einbau in die bestehende Infrastruktur

Absauganlagen werden immer individuell gebaut. Die besondere Herausforderung war, umfangreiche bauliche Maßnahmen zu
vermeiden. Ein Standard-Materialabscheider hätte aufgrund seiner Höhe umfangreiche Umbauten am Gebäude erfordert.
Nach intensiver Analyse und sorgfältiger Planung wurden einzelne Komponenten des Absaugsystems speziell für unsere Bedürfnisse neu konstruiert. So konnte das System ohne zusätzliche bauliche Anpassungen eingebaut werden.

Auch die Lüftungsanlage wurde, obwohl wesentlich leistungsfähiger, individuell gebaut und in die bestehende Infrastruktur integriert.

Nachhaltigkeit im Fokus: Brikettierpresse zur Abfallreduzierung

Ein besonderer Aspekt des neuen Absaugsystems ist die Brikettierpresse. Diese verdichtet den anfallenden Papierstaub zu
handlichen Briketts. Die Briketts sind nicht nur einfach zu handhaben, sondern auch recycelbar, was unsere Umweltbilanz erneut verbessert. Im Sinne unseres Zero-Waste-Konzeptes sind wir wieder einen Schritt weiter.

Die Briketts aus dem Papierstaub werden recycelt.

Reibungslose Umsetzung: Von der Planung bis zur Inbetriebnahme

Die umfassende Beratung, die präzise Planung und die fachgerechte Installation des Systems verliefen reibungslos. Jeder Schritt der Projekte wurde sorgfältig koordiniert, sodass die Produktion ohne nennenswerte Unterbrechungen weiterlaufen konnte. Dank der Professionalität und dem Engagement unserer Dienstleister und unserer eigenen Techniker wurden beide Projekte termingerecht und im Rahmen des Budgets abgeschlossen.

Mit Zero-Waste zu mehr Nachhaltigkeit

Mit den beiden neuen Systemen haben wir einen weiteren Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und effizienteren Produktion gemacht. Die Absauganlage ist bei doppelter Leistung energieeffizienter und bringt auch den Papierstaub zurück in den Kreislauf. Außerdem sind wir auch für künftige Erweiterungen bestens gerüstet. Die Lüftungsanlage verbessert das Klima in der Produktionshalle und spart allein durch den geringeren Stromverbrauch jährlich 16t CO2. Der zusätzliche Effekt der verbesserten Wärmerückgewinnung ist dabei nicht berechnet.
Insgesamt wurden knapp 630.000 Euro in Richtung nachhaltigere Produktion investiert.

Bilder: Die Pharmadrucker

Print ist so viel besser als sein Ruf

Viele umweltbewusste Menschen verteufeln Print wegen des Papierverbrauchs. Zu Recht? Papier besitzt eine hervorragende Recycling-Quote. Aber mehr noch: Die Papierindustrie trägt auch dazu bei, dass europäische Wälder wachsen, produziert kaum Emissionen und ist der größte Erzeuger erneuerbarer Energien! Glauben Sie nicht? Lesen Sie die Fakten.

Die Papierindustrie nutzt Zertifizierungssysteme, um sicherzustellen, die Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden.
Holzernte in Schweden: Die europäischen Wälder sind nach FSC oder PEFC zertifiziert.

Print wird in der Öffentlichkeit oft als nicht nachhaltig dargestellt. Daher hat die Initiative Online Print (IOP) Fakten zusammengetragen, um aufzuklären. In der Gesellschaft ist der Gedanke, dass Papier der Umwelt schaden würde, weit verbreitet.

Nach einer Umfrage von TwoSides, einer gemeinnützigen, weltweit agierenden Initiative zur Förderung der nachhaltigen Eigenschaften von Druck und Papier, glauben 39 % der europäischen Verbraucher, Papier sei ein verschwenderisches Produkt.
37 % waren der Auffassung, dass Papier und Papierverpackungen schlecht für die Umwelt seien.

Richtig ist aber, dass die europäische Waldfläche größer und nicht kleiner wird. Aktuelle Zahlen belegen, dass die europäischen Wälder täglich um eine Fläche wachsen, die 1.500 Fußballfeldern entspricht. Fakt ist auch, dass sich das Gesamtvolumen der europäischen Wälder heute auf ca. 28 Milliarden m³ beläuft und jährlich um ca. 612 Millionen m³ wächst. 

Papier ist Recycling-Weltmeister

So nehmen etwa noch immer 18 % der europäischen Verbraucher an, Papier sei ein Wegwerfprodukt. Das stimmt nicht. Papier ist eines der am besten und häufigsten recycelten Produkte weltweit. Der Faserrohstoff, der in der Papierindustrie europaweit verwendet wird, stammt bereits zu einem Anteil von 56 % aus Recyclingpapier. Mit einer Papier-Recyclingquote von 71 % ist Europa führend in der Welt.

Kaum Emissionen und Erzeugung erneuerbarer Energien

Ein weiterer, wichtiger Aspekt sind Emissionen. Der Papier-, Zellstoff- und Drucksektor verursacht nur 0,8 % der gesamten europäischen Treibhausgas-Emissionen. Im Vergleich mit der Industrie für nichtmetallische Mineralien (5,6 %) und der Metallgrundstoffindustrie (4,8 %) ist dieser Wert sehr gering. Mehr noch: Die europäische Zellstoff- und Papierindustrie ist sogar der größte Erzeuger erneuerbarer Energien. 62 % ihres Energieverbrauchs werden schon heute durch erneuerbare Energien gedeckt. Und auch der technische Fortschritt kommt der Papierindustrie zugute: Ihre Kohlendioxid-Emissionen sind von 1990 bis 2019 um 48 % pro Tonne gesunken.

Um diese Zahlen mal in eine Relation zu bringen: Ein Europäer verbraucht im Durchschnitt 119 kg Papier im Jahr, die etwa einer CO2-Emission von 73 kg entsprechen. Nach etwa 73 Waschladungen bei 60 Grad mit einer modernen Waschmaschine hat man die gleiche Menge an CO2 verbraucht.

Print verschwendet kaum Rohstoffe

Natürlich braucht es zur Herstellung von Papier Wasser. Allerdings werden 93 % des in der europäischen Papierindustrie verbrauchten Wassers zurückgeführt, nachdem es innerhalb der Fabrik gesammelt und ökoligisch aufbereitet wurde. Interessant außerdem: Der durchschnittliche Wasserverbrauch ist seit den 90er Jahren deutlich gesunken, nämlich um 40 % pro Tonne Papier.

Die Papierindustrie nutzt darüber hinaus anerkannte forstwirtschaftliche Zertifizierungssysteme, um sicherzustellen, dass die Frischfasern aus nachhaltigen Quellen stammen und Wälder nachhaltig bewirtschaftet werden. Unsere Wälder wachsen auch dank Papier, und das ist gut so!

Übrigens, fast 100% des bei den Pharmadruckern verwendeten Papiers stammt aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Zero Waste: Der Papierabfall wird im Haus die Pharmadrucker sortenrein gesammelt und recycelt.

Print informiert vergleichsweise nachhaltig

Mit Drucksachen zu informieren, ist also alles andere als umweltschädlich. Vergleichsweise ist die IKT-Industrie für 5 bis 9 % des Stromverbrauchs verantwortlich. Bleibt der IKT-Fußabdruck unkontrolliert, könnte er bis 2040 auf 14 % der weltweiten Emissionen ansteigen.

Auch das Problem des Elektroschrotts ist gewaltig. Im Jahr 2019 war die Branche weltweit für gigantische 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott verantwortlich. Das entspricht dem Gewicht von 350 Kreuzfahrtschiffen und ist in den letzten fünf Jahren um beunruhigende 21 % gestiegen. Im Jahr 2019 wurden nur 17,4 % des weltweiten Elektroschrotts für das Recycling gesammelt. Die Recycling-Aktivitäten halten also nicht mit dem weltweiten Wachstum des Elektroschrotts Schritt. -

Bilder: Shutterstock, Die Pharmadrucker